Freitag, 13. November 2020

BMU-PM: BMU startet Ideenwettbewerb für einen nachhaltigen Wiederaufbau in Schwellen- und Entwicklungsländern

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Pressedienst - Nr. 204/20
Freitag der 13. Novemeber 2020

 

 

Klimaschutz/International

BMU startet Ideenwettbewerb für einen nachhaltigen Wiederaufbau in Schwellen- und Entwicklungsländern

Neuer Förderaufruf zur Bewältigung der Corona-Pandemie

Das Bundesumweltministerium sucht ab sofort weltweit Ideen für Projekte zum Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dafür startet jetzt im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative ein weiteres themenspezifisches Auswahlverfahren unter dem Leitmotiv: „Creating Green Societies in Challenging Times“.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Schwellen- und Entwicklungsländer sind besonders stark von den sozialen und ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Mit der neuen Förderrunde der Internationalen Klimaschutzinitiative unterstützen wir die Länder dabei, die Krise zu bewältigen. Gleichzeitig machen wir deutlich, wie Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel und Erhalt der Biodiversität zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Wiederaufbau beitragen können.“

Die Fördermittel von insgesamt 240 Millionen Euro für diesen Förderaufruf werden im Rahmen der Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) zur Verfügung gestellt. Unter dem Leitmotiv „Creating Green Societies in Challenging Times“ sind insgesamt 13 Themenschwerpunkte definiert. Das Spektrum reicht von klimakompatibler Wirtschaftsentwicklung und der Mobilisierung von privatem Kapital über Klimaschutz im Seeverkehr und den Kampf gegen die Wüstenbildung bis hin zum Aufbau von Bildungsstrukturen zum Thema Klimaschutz. Die Förderhöhe kann je Projekt zwischen fünf und 30 Millionen Euro betragen.

Berechtigt für eine Förderung sind unter anderem Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Durchführungsorganisationen des Bundes, Hochschulen und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland sowie internationale und multilaterale Organisationen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken oder Einrichtungen der Vereinten Nationen. Bis zum 10. März 2021 (23:59 Uhr, MESZ) können sie Projektskizzen in englischer Sprache über die IKI-Onlineplattform einreichen.

Weitere Informationen zum thematischen Auswahlverfahren unter https://www.international-climate-initiative.com/de/projektfoerderung/informationen-fuer-antragsteller/thematisches-auswahlverfahren

Die Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI)

Die Internationale Klimaschutzinitiative ist eines der wichtigsten Instrumente des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zur internationalen Finanzierung von Klimaschutz und Biodiversität. Die IKI agiert im Kontext der Klimarahmen-konvention und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt. Sie finanziert Klimaschutz und Biodiversitätserhalt in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in Transformationsländern. Die IKI hat über 730 Klima- und Biodiversitätsprojekte in mehr als 60 Ländern mit einem Gesamtförder-volumen von 3,9 Milliarden Euro (2008 bis 2019) zugesagt.

IKI-Projekte bringen innovative Lösungen voran und entwickeln neue politische, ökonomische und regulative Ansätze sowie technologische Optionen und Kooperationsmodelle. Die Lösungsansätze müssen über das Einzelprojekt hinaus Wirkung zeigen und übertragbar sein.

Ein wichtiger Aspekt bei der Bewilligung von Projekten im Rahmen der IKI ist die Einhaltung von Menschenrechten sowie hoher Umwelt- und Sozialstandards. Seit 2017 wendet die IKI daher einen systematischen, bindenden sogenannten Safeguards-Ansatz an, zu dessen Einhaltung sich die Organisationen bei der Planung und Durchführung von IKI-Projekten verpflichten.

 


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