Freitag, 29. September 2023

Das Gehirn verstehen

 
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29.09.2023

Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal sagt eine Grafik mehr als tausend Worte, gerade wenn es um so komplexe Themen wie das menschliche Gehirn geht. In dieser zweiten, unveränderten Auflage der Spezialausgabe »Das Gehirn verstehen« finden Sie 42 Infografiken, die u.a. anschaulich erläutern, wofür unser Denkorgan so viel Energie benötigt, wie Parasiten das Verhalten ihrer Wirte manipulieren, was im Gehirn passiert, wenn wir uns unterhalten, oder wie ein Hirnscanner funktioniert.

Viel Spaß beim Entdecken wünscht Ihnen
Anke Walter


Das Gehirn verstehen

Das Gehirn verstehen - mit 42 Infografiken: Ersatzteile für den Körper • So funktioniert ein Hirnscanner • Wie Tiere die Welt sehen

Neuroplastizität – Wie unser Gehirn lernt und heilt

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Warum unser Gehirn sich immer wieder neu verdrahtet und ob man mit Neuroathletik die Sinne schärfen kann, lesen Sie ab sofort in »Spektrum Gesundheit«. Plus: gesunde Füße, chronische Schmerzen und Wechseljahre.

Das Herz

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Tai Chi: Hirntraining aus dem fernen Osten

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Selbstverteidigungskunst als Mittel gegen Bluthochdruck? Ja, der Kampfsport »Tai Chi« hat ungeahnte Wirkungen auf sämtliche Organe. Welche Effekte das Schattenboxen sogar auf Hirnvolumen und Kognition haben kann, lesen Sie in der aktuellen »Woche«. Außerdem: wie kann klimaneutrales Fliegen gelingen?


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BMUV-PM: Neue kommunale Projekte mit naturbasierten Lösungen zur Klimaanpassung gesucht

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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit
und Verbraucherschutz

Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Leiter der Pressestelle: Ulrich Schulte
Redaktion: Iris Throm, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg,

Bastian Zimmermann und Svenja Kleinschmidt
 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmuv.bund.de   Internet: www.bmuv.de/presse
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Pressedienst – Nr. 144/23

Berlin, 29. September 2023

 

Klimaanpassung

Neue kommunale Projekte mit naturbasierten Lösungen zur Klimaanpassung gesucht

Das Bundesumweltministerium hat heute einen neuen Aufruf zur Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS) veröffentlicht. Vom 1. November 2023 bis 31. Januar 2024 können insbesondere Kommunen eine Förderung für die Ausarbeitung von Anpassungskonzepten beantragen, die auf die jeweilige Kommune zugeschnitten sind und einen inhaltlichen Schwerpunkt auf naturbasierte Lösungen legen. Damit sind vor allem Maßnahmen gemeint, die den Schutz, die Erhaltung, die Wiederherstellung, die nachhaltige Nutzung oder die Bewirtschaftung natürlicher Ökosysteme berücksichtigen. Das BMUV stellt dafür insgesamt 65 Millionen Euro aus Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) zur Verfügung. Mit dem Förderaufruf der DAS geht erstmals auch die Förderung für innovative Modellprojekte an den Start.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Wetterextreme werden in Zukunft häufiger und zwingen uns zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen der Klimakrise. Deshalb wollen wir Kommunen darin unterstützen, sich mit lokalen Risikoanalysen und Anpassungsplänen auf die Klimaveränderungen vorzubereiten und die Bevölkerung besser zu schützen. Einen besonderen Schwerpunkt nimmt dabei der natürliche Klimaschutz ein. Intakte Wälder, unversiegelte Böden, naturnahe Gewässer oder Grünflächen in Städten wirken als Puffer gegen die Folgen der Klimakrise, indem sie etwa Wasser bei Starkregen und Hochwasser aufnehmen oder bei Hitze für Abkühlung sorgen. Über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz unterstützen wir Maßnahmen, die Klimaschutz und Klimaanpassung mit der Schaffung und Stärkung vielfältiger Ökosysteme verbinden.“

Im Rahmen des neuen Förderaufrufs können Kommunen eine Förderung für die Entwicklung und Umsetzung eines integrierten und nachhaltigen Anpassungsmanagements beantragen. Dieses Management soll möglichst viele Ebenen der lokalen Verwaltung einbeziehen und umweltverträglich und klimafreundlich ausgerichtet sein. Das zu entwickelnde Konzept für das Anpassungsmanagement soll den Fokus auf naturbasierte Lösungen legen. Folglich sollen die Konzepte je nach örtlichen Bedarf Anpassungsmaßnahmen beinhalten, wie z.B. Baumpflanzungen, Fassaden-, Dachbegrünung sowie Retentionsflächen. Über einen weiteren Förderschwerpunkt können Kommunen sowie weitere Akteur*innen, wie z.B. Verbände, Vereine, Stiftungen, Unternehmen und Hochschulen, eine Förderung für innovative Modellprojekte beantragen. Diese Modellprojekte müssen neue Ansätze der kommunalen Anpassung aufgreifen und andere Kommunen zur Nachahmung anregen, um förderfähig zu sein. Für den gesamten Förderaufruf gilt, dass Konzepte und Projekte die positiven Wechselwirkungen von Klimaanpassung, Natürlichem Klimaschutz und Stärkung der Biodiversität bestmöglich ausnutzen müssen.

 

Weitere Informationen

 

Förderaufruf und antragsbegleitende Unterlagen

 

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

 

Förderrichtlinie "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels"

 

Zentrum KlimaAnpassung


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BMUV-PM: Bundestag legt Abgaben für To-Go-Becher und Zigarettenkippen aus Einwegplastik fest

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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit
und Verbraucherschutz

Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Leiter der Pressestelle: Ulrich Schulte
Redaktion: Iris Throm, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg,

Bastian Zimmermann und Svenja Kleinschmidt
 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmuv.bund.de   Internet: www.bmuv.de/presse
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Pressedienst – Nr. 142/23

Berlin, 29. September 2023

 

Kreislaufwirtschaft

Bundestag legt Abgaben für To-Go-Becher und Zigarettenkippen aus Einwegplastik fest

Der Bundestag hat gestern Abend die Einwegkunststofffondsverordnung beschlossen. Die Verordnung legt die Höhe der Abgabesätze und das Auszahlungssystem für den Einwegkunststofffonds fest. In den Fonds zahlen die Hersteller von bestimmten Einwegkunststoffprodukten eine Abgabe ein, um die öffentliche Hand bei der Bekämpfung der Vermüllung der Umwelt zu unterstützen. Die Verordnungsermächtigung ist in dem im Mai 2023 verabschiedeten Einwegkunststofffondsgesetz verankert. Das Gesetz schafft die rechtlichen Grundlagen für die Errichtung und Verwaltung des Einwegkunststofffonds durch das Umweltbundesamt.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Zigarettenkippen, To-Go-Becher und Einmal-Essensbehälter landen viel zu oft an Straßenrändern, in unseren Parks und Wäldern und sind Ausdruck der Verschmutzungskrise. Die Kosten für Reinigung und Entsorgung des achtlos weggeworfenen Wegwerfplastiks trägt bislang die Allgemeinheit. Das wird sich ab 2024 ändern. Wer sein Geschäft darauf stützt, Wegwerfprodukte aus Plastik auf den Markt zu bringen, wird sich dann an den Sammlungs- und Reinigungskosten der Kommunen beteiligen. Mit der Verordnung schaffen wir nun auch die nötige Rechtssicherheit für alle betroffenen Akteure.“

Die in der Verordnung vorgesehenen Abgabesätze sind im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie des Umweltbundesamtes ermittelt worden. Dazu wurden u.a. die tatsächlich anfallenden Kosten für die Reinigung von Abfällen aus Einwegkunststoffprodukten im öffentlichen Raum ermittelt. So werden für je Kilogramm in Verkehr gebrachte Produkte folgende Abgaben fällig:

  • Tabakfilter: 8,972 Euro je Kilogramm
  • To-Go-Getränkebecher: 1,236 Euro je Kilogramm
  • To-Go-Lebensmittelbehälter: 0,177 Euro je Kilogramm
  • Tüten und Folienverpackungen: 0,876 Euro je Kilogramm
  • Getränkebehälter ohne Pfand: 0,181 Euro je Kilogramm
  • Getränkebehälter mit Pfand: 0,001 Euro je Kilogramm
  • leichte Plastiktüten: 3,801 Euro je Kilogramm
  • Feuchttücher: 0,061 Euro je Kilogramm und
  • Luftballons: 4,340 Euro je Kilogramm.

Auf der Basis der angegebenen Abgabesätze kann jedes Unternehmen anhand der in Verkehr gebrachten Menge nun ganz konkret berechnen, in welcher Höhe die Abgabe künftig zu leisten ist. Die Abgabe haben die Hersteller erstmals ab dem Frühjahr 2025 zu leisten und zwar auf der Basis der im Kalenderjahr 2024 in Verkehr gebrachten Produktmenge. Zur Abwicklung des Einwegkunststofffonds entwickelt das UBA derzeit die erforderlichen Datenbanken. Die Registrierung der Hersteller und Anspruchsberechtigen soll pünktlich zum 1. Januar 2024 starten.

Auch das Punktesystem für die Auszahlung der Fondsmittel an die anspruchsberechtigten Kommunen wird durch die Einwegkunststofffondsverordnung festgelegt. Es sieht für die Reinigungs-, Sammlungs-, Entsorgungs- und Sensibilisierungsleistungen im Innerorts- wie im Außerortsbereich die Vergabe von Punkten vor. Dabei wurde darauf geachtet, dass die von den Anspruchsberechtigten anzugebenden Kennzahlen so genau wie nötig, aber so unbürokratisch wie möglich festgelegt wurden. Anzugeben von den Kommunen sind z.B. das Papierkorbvolumen, die gefahrenen Reinigungskilometer und die entsorgte Abfallmenge.

Die Abgabesätze und das Punktesystem werden nach den gesetzlichen Vorgaben alle drei Jahre durch die Bundesregierung überprüft. Das Umweltbundesamt (UBA) wird dazu wieder eine Studie zur Ermittlung der notwendigen Daten in Auftrag geben. Bei der Konzeptionierung dieser Studie und der anschließenden Änderung der Verordnung wird die neue Einwegkunststoffkommission beteiligt. Diese Kommission ist ebenfalls im Einwegkunststofffondsgesetz verankert, sie hat sich am 28. September 2023 erstmals konstituiert.

Weitere Informationen

FAQ Einwegkunststofffondsgesetz

Einwegkunststofffondsgesetz


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Donnerstag, 28. September 2023

ACHTUNG: Terminänderung Pressestatement Bundesumweltministerin Steffi Lemke zum Umgang mit dem Wolf

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund des großen Medieninteresses wird der angekündigte Termin am 5.10. NICHT im Bundesumweltministerium stattfinden. Eine gesonderte Einladung erhalten Sie hierzu von der Bundespressekonferenz.

Herzliche Grüße
Ihre BMUV-Pressestelle


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BMUV: Rede zur Eröffnung des High Level Segments

SPERRFRIST: 13:30 Uhr / 01:30 pm

Speech by Federal Environment Minister Steffi Lemke

On the occasion of the Opening of the High-Level Segment of the

Fifth session of the International Conference on Chemicals Management (ICCM5)

28 September 2023, 13:00 h

World Conference Center Bonn

 

– Check against delivery. Embargoed until 13:00 h –

- Rede wird auf Englisch gehalten. Deutsche Übersetzung folgt unten –

 

Excellencies,

Colleagues,

Directors, Board Members, Stakeholder Representatives,

Inger Andersen,

Ladies and Gentlemen,

Welcome to the High-level Segment of the fifth session of the International Conference on Chemicals Management.

Inger Andersen and I are jointly hosting this High-level Segment. We want to discuss with you how we can step up the political pressure in future in the fight against the pollution crisis.

The pollution crisis affects all aspects of our lives. We cannot implement the goals of the 2030 Agenda or keep our promise to leave no one behind without sustainable chemicals and waste management.

 

Colleagues,

Our goal for ICCM5 is to adopt ambitious targets and effective measures for sound chemicals management.

In Rio back in 1992, the international community essentially already agreed to significantly reduce pressures on humans and the environment caused by chemicals. To this day, we have not come close enough to achieving this goal.

I believe this is partly due to a lack of knowledge of this issue and its links to other areas. In future we will have to intensify our efforts yet again to raise public awareness of chemicals pollution.

We made progress on this at the second Berlin Forum on Chemicals and Sustainability, which we hosted at the beginning of September. I was delighted how many of you accepted my invitation. At the Berlin Forum, we shone a spotlight on some new aspects: for example, the economic, social and environmental costs that will arise unless we significantly improve chemicals and waste management throughout the world. Valerie Hickey, Global Director at the World Bank, will speak more on this shortly. UNICEF Executive Director Catherine Russell has given us a compelling account of the impacts of lead on children. The WTO has highlighted the importance of chemicals management standards for global trade.

Another reason for the slow progress on chemicals management is a lack of funding. Financial support is required for competence building, knowledge sharing, and for ensuring that countries that have just started developing their chemicals management receive the funding they need – for example to set up the necessary authorities. Germany will provide 10 million euros for implementing the framework that is to be agreed within the next two days, to support necessary future actions in this regard. Of course, problems cannot all be solved with money alone. Above all, we need the political will to make changes.

 

 

 

 

Colleagues,

Let us express this will to act in our joint High Level Declaration.

A declaration in which we call on all stakeholders – not only those present today – to play their part in achieving the goals to be adopted at ICCM5: to seek solutions, share them with others and implement them together.

My wish is that the UN organisations and other international institutions communicate our goals to their stakeholders. This will ensure that safe management of chemicals and waste is systematically taken into account in sectors like energy, building, transport and finance too.

I would like to see the UN General Assembly take a closer look at the implementation of the UN Chemicals and Waste Agenda. Such attention will help combat pollution. And it sends a clear signal to develop innovations for sustainable chemistry.

Colleagues,

I grew up in the former East Germany, in a region where chemical industry discharges made the river smell terrible and the water shimmer with all kinds of colours. This reckless treatment of our natural environment was one of the reasons I went into politics.

That is why I am delighted that here in Bonn we can jointly set a course for a healthy, toxin-free environment. I wish us every success for the High-level Segment. I hope it will send a firm and united political signal. Such a signal will ensure a lasting focus on chemicals and waste management, and speed up its implementation by all stakeholders.

Thank you.

 

 

 

 

 

Rede von Bundesumweltministerin Steffi Lemke

zur Eröffnung des Hochrangigen Segements

der 5. Weltchemikalienkonferenz (ICCM5)

am 28. September 2023 um 13:00 Uhr

World Conference Center Bonn

 

– Es gilt das gesprochene Wort. Sperrfrist Redebeginn –

 

Exzellenzen,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

Direktorinnen und Direktoren, Vorstände und Stakeholder-Repräsentanten,

liebe Inger Andersen,

meine Damen und Herren,

 

ich begrüße Sie herzlich zum High-level Segment der 5. Weltchemikalienkonferenz!

Inger Andersen und ich haben zu diesem High-level Segment eingeladen. Wir möchten mit Ihnen gemeinsam vereinbaren, wie wir der Verschmutzungskrise zukünftig mit mehr politischem Nachdruck entgegenwirken wollen.

Die Verschmutzungskrise betrifft alle Aspekte unseres Lebens. Ohne nachhaltiges Chemikalien- und Abfallmanagement können wir die 2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung nicht umsetzen, und das Versprechen, niemanden zurückzulassen (leave no one behind) nicht einlösen.

 

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Ziel ist es, dass die 5. Weltchemikalienkonferenz ehrgeizige Ziele und effektive Schritte für ein starkes Chemikalienmanagement vereinbaren wird.

Im Kern hat sich die Weltgemeinschaft bereits in Rio 1992 darauf verständigt, die Belastung von Mensch und Umwelt durch Chemikalien deutlich zu reduzieren. Aber bis heute ist uns das nicht gut genug gelungen.

Ich glaube, dass dies auch in einem immer noch zu geringem Wissen über das Thema und seine Zusammenhänge begründet liegt. Wir werden zukünftig gemeinsam unsere Anstrengungen noch einmal intensivieren müssen, um hier eine stärkere öffentliche Aufmerksamkeit zu schaffen.

Mit dem zweiten Berlin Forum on Chemicals and Sustainability, zu dem wir Anfang September eingeladen haben, ist uns das schon ein Stück weit gelungen: Ich war hocherfreut, wie viele von Ihnen meiner Einladung gefolgt sind. Beim Berlin Forum haben wir neue Aspekte ins Licht gerückt: Zum Beispiel die ökonomischen, sozialen und ökologischen Kosten, die entstehen, wenn wir das Chemikalien- und Abfallmanagement nicht überall auf der Welt signifikant verbessern. Dazu wird die Generaldirektorin der Weltbank Valerie Hickey gleich mehr sagen. UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell hat eindrücklich über die Auswirkungen von Blei auf Kinder berichtet. Die WTO hat die Bedeutung von Chemikalienmanagement-Standards für den globalen Handel beleuchtet.

Ein weiterer Grund, warum sich beim Chemikalienmanagement noch zu wenig bewegt, ist mangelnde Finanzierung. Sie wird benötigt für den Aufbau von Kompetenzen und den Austausch von Expertise. Damit etwa die Länder, die ihr Chemikalienmanagement gerade entwickeln, Unterstützung beim Aufbau der entsprechenden Behörden bekommen. Deutschland wird 10 Millionen Euro für die Umsetzung des Rahmens bereitstellen, den wir in den nächsten beiden Tagen vereinbaren wollen, und damit entsprechende Maßnahmen unterstützen. Natürlich löst Geld allein noch keine Probleme. Vor allem braucht es den politischen Willen, etwas zu verändern.

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Lassen Sie uns diesen Willen zum Handeln in unserer gemeinsamen High Level Declaration zum Ausdruck bringen.

Eine Erklärung, mit der wir alle Akteure - nicht nur die Anwesenden - aufrufen, ihre Beiträge zur Erreichung der von der Konferenz zu beschließenden Ziele zu leisten. Lösungen zu suchen, diese mit allen zu teilen, und sie gemeinsam umzusetzen.

Ich wünsche mir, dass die UN-Organisationen und andere zwischenstaatliche Institutionen ihren jeweiligen Stakeholdern unsere Ziele vermitteln, damit beispielsweise auch im Energie-, Bau-, Verkehrs- oder Finanzsektor der sichere Umgang mit Chemikalien und Abfällen konsequent berücksichtigt wird.

Ich wünsche mir, dass die UN-Generalversammlung die Umsetzung der UN Chemikalien- und Abfallagenda gezielter in den Blick nimmt. Diese Aufmerksamkeit hilft dem Kampf gegen die Umweltverschmutzung. Und sie sendet ein klares Signal, Innovationen für eine nachhaltige Chemie zu entwickeln.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bin aufgewachsen in der DDR – in einer Region, in der die Flüsse stanken und in allen Farben schillerten von den Einleitungen der Chemieindustrie. Dieser rücksichtslose Umgang mit unseren Lebensgrundlagen war einer der Gründe, die mich in die Politik geführt haben.

Deswegen bin ich sehr froh, dass wir hier in Bonn gemeinsam die Weichen für eine gesunde und giftfreie Umwelt stellen können. Ich wünsche uns allen viel Erfolg, und hoffe auf ein starkes, gemeinsames politisches Signal. Ein Signal, mit dem wir die Aufmerksamkeit für das Thema Chemikalien und Abfälle dauerhaft stärken und die Umsetzung durch alle Beteiligten beschleunigen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 


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Mittwoch, 27. September 2023

BMUV-PM: Nominierte für den Bundespreis Ecodesign 2023 stehen fest

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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit
und Verbraucherschutz

Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Leiter der Pressestelle: Ulrich Schulte
Redaktion: Iris Throm, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg,

Bastian Zimmermann und Svenja Kleinschmidt
 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmuv.bund.de   Internet: www.bmuv.de/presse
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Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesumweltamt (UBA) und dem Internationalen Design Zentrums Berlin (IDZ)

 

 

Pressedienst – Nr. 141/23

Berlin 27. September 2023

 

Nominierte für den Bundespreis Ecodesign 2023 stehen fest
26 Projekte haben Chancen auf die Trophäe bei der Preisverleihung am 4. Dezember

Ideenreich, ökologisch und zukunftsweisend, die Konkurrenz war groß: Von rund 150 Einreichungen, die zur Jurysitzung im Metropolenhaus Berlin zugelassen wurden, haben es 26 innovative Projekte in die Endauswahl geschafft. Diese dürfen nun auf den Bundespreis Ecodesign 2023 hoffen. Die Preise werden am 4. Dezember durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke überreicht.

Der Bundespreis Ecodesign ist die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland. Seit 2012 wird der Wettbewerb jährlich durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Internationalen Design Zentrum Berlin ausgelobt.

Dr. Bettina Hoffmann MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMUV) und Jurymitglied: „Die Einreichungen für den Bundespreis Ecodesign 2023 sind beeindruckend. Viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen gehen voran und gestalten mit konkreten Projekten die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit. Die Innovationen sind da, der Bundespreis Ecodesign bringt sie von der Nische in den Mainstream. Gleichermaßen unterstützt das Bundesumweltministerium ambitionierte Standards bei verbindlichen Maßnahmen des produktbezogenen Umweltschutzes .“

Dr. Bettina Rechenberg, Leiterin des Fachbereichs III „Nachhaltige Produkte und Produktion, Kreislaufwirtschaft“ im Umweltbundesamt (UBA) und Jurymitglied: „Dem ökologischen Design von Produkten und Dienstleistungen kommt eine tragende Rolle bei der notwendigen Transformation unserer Gesellschaft zu. Die zahlreichen Einreichungen von etablierten Unternehmen genauso wie von Design-Büros, Start-ups und Hochschulen haben mich sehr beeindruckt. Der Bundespreis Ecodesign übernimmt eine Katalysatoren-Funktion, innovative und zukunftsweisende Ideen anzuregen und bekannt zu machen.“

In diesem Jahr wurden rund 360 Projekte von Unternehmen, Design-, Ingenieur- und Architekturbüros sowie Forschungseinrichtungen und Hochschulen in den vier Kategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs eingereicht. Ein Gremium bestehend aus Expert*innen des Umweltbundesamtes und des Beirates traf zunächst eine Vorauswahl von rund 150 Beiträgen, die zur Jurysitzung zugelassen wurden. In der zweitägigen Sitzung bestimmte die interdisziplinär besetzte Jury 26 Nominierte, die nun Chancen auf den Bundespreis Ecodesign 2023 haben.

Die Projekte werden für eine Woche im Metropolenhaus Berlin öffentlich zu sehen sein. Wer einen Eindruck von der bunten Vielfalt an eingereichten Projekten gewinnen möchte, ist herzlich eingeladen. Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am 29. September um 18 Uhr feierlich eröffnet. Vom 30. September bis zum 3. Oktober 2023 ist sie täglich von 12 bis 16 Uhr auch für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Details sind auf der Website des Bundespreises Ecodesign zu finden.

Alle Nominierten werden in einer Online-Galerie vorgestellt. Hier ein kurzer Überblick über die nominierten Projekte im Einzelnen:

 

Kategorie Nachwuchs

 

Kategorie Konzept

 

Kategorie Service

 

Kategorie Produkt

 

Die Jury des Bundespreises Ecodesign 2023

  • Werner Aisslinger (Produktdesigner)
  • Prof. em. Anna Berkenbusch (Kommunikationsdesignerin, Professorin em. an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)
  • Prof. Matthias Held (Produktdesigner, Professor an der HfG Schwäbisch Gmünd)
  • Anja Hanslik (Leiterin des Referats „Nachhaltiger Konsum, Produktbezogener Umweltschutz“ im BMUV) in Vertretung von Dr. Bettina Hoffmann MdB (Parlamentarische Staatssekretärin im BMUV)
  • Prof. em. Günter Horntrich (Produktdesigner, Professor em. für Design und Ökologie an der KISD – Köln International School of Design)
  • Dr. Bettina Rechenberg (Leiterin des Fachbereichs III „Nachhaltige Produkte und Produktion, Kreislaufwirtschaft“ im UBA)
  • Prof. Dr. Claudia Perren (Architektin, Direktorin der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel)
  • Siddharth Prakash (Leiter der Gruppe Zirkuläres Wirtschaften und Globale Wertschöpfungsketten im Bereich Produkte- und Stoffströme am Öko-Institut in Freiburg)
  • Prof. Friederike von Wedel-Parlow (Modedesignerin, Gründerin des Beneficial Design Institute)

Informationen zum Wettbewerb

bundespreis-ecodesign.de/

Kontakt für Bildmaterial
Luisa Stibbe | presse@bundespreis-ecodesign.de

 

 


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