Montag, 30. Oktober 2023

BMUV-PM: Steffi Lemke stärkt Zusammenarbeit mit China im Umwelt- und Naturschutz

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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit
und Verbraucherschutz

Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Leiter der Pressestelle: Ulrich Schulte
Redaktion: Iris Throm, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg,

Bastian Zimmermann und Svenja Kleinschmidt
 

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Pressedienst – Nr. 163/23
Berlin 30. Oktober 2023

 

 

 

Deutsch-chinesische Kooperation
Steffi Lemke stärkt Zusammenarbeit mit China im Umwelt- und Naturschutz
Bundesumweltministerin reist zum 7. deutsch-chinesischen Umweltforum nach Taicang, China. In der Region Shanghai sind Besuche bei BASF und anderen Unternehmen geplant

Bundesumweltministerin Steffi Lemke reist vom 30. Oktober bis zum 2. November nach China, um die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Umwelt- und Naturschutz zu vertiefen. Lemke wird am 1. November das 7. deutsch-chinesische Umweltforum in Taicang eröffnen, ihren chinesischen Amtskollegen Huang Runqiu treffen und verschiedene Unternehmen in der Region Shanghai besuchen, zum Beispiel die dortige Niederlassung des Chemiekonzerns BASF. Auch ein Austausch mit NGO-Vertreter*innen und ein Besuch der Tongji-Universität in Shanghai sind geplant. Lemke wird von einer hochrangigen Delegation von Vertreter*innen der Wirtschaft und vom deutschen Naturschutzring sowie der NGO Germanwatch begleitet. Das deutsch-chinesische Umweltforum ist das wichtigste bilaterale Format beider Staaten in der Umweltpolitik und findet seit 2003 regelmäßig statt.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Das deutsch-chinesische Umweltforum ist ein langjähriger Ort des Austausches, es liefert seit Jahren wertvolle Impulse. Konsequenter Umwelt- und Naturschutz sind weltweit große gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgaben. Die Staatengemeinschaft hat in den letzten Monaten dafür wichtige multilaterale Erfolge erreicht. Das Weltnaturschutzabkommen von Kunming-Montreal, das UN-Abkommen zum Schutz der hohen See und das Weltchemikalienabkommen sind durch die enge internationale Zusammenarbeit im Umweltbereich möglich geworden. Aber Verabredungen auf dem Papier reichen angesichts der globalen Krisen nicht. Mir ist wichtig, dass wir jetzt schnell ins Handeln kommen – und konkrete Lösungen finden. Beim Umweltforum in Taicang werde ich mich dafür einsetzen, dass Deutschland und China ihre langjährige Zusammenarbeit im Umweltbereich nutzen, um Fortschritte bei nachhaltigen Wirtschaftsmodellen, beim Biodiversitätsschutz und bei der Kreislaufwirtschaft zu erzielen.“

Das deutsch-chinesische Umweltforum findet am 1. und 2. November unter dem Motto "Together for green and sustainable development – synergy between tackling pollution, biodiversity loss and climate change" in der chinesischen Stadt Taicang statt. Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beraten zwei Tage lang über gemeinsame umweltpolitische Herausforderungen und eruieren Lösungsansätze. Das Forum bietet Möglichkeit für Fachgespräche und Vernetzung und soll damit die Umsetzung zentraler umweltpolitischer Anliegen beschleunigen.

Bundesumweltministerin Lemke wird beim Umweltforum den chinesischen Umweltminister Huang Runqiu und den Gouverneur der Provinz Jiangsu, Xi Junlin, treffen.

Das Umweltforum in Taicang ist das siebte seiner Art und wird gemeinsam mit dem Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA) ausgerichtet. Ziel ist der Austausch über die Förderung von Umwelttechnologien und nachhaltiger Industrieproduktion. Taicang, eine Stadt in der Nähe von Shanghai, ist für ihre Industrieparks und ihre Nachhaltigkeitsarbeit bekannt. Viele mittelständische deutsche Unternehmen sind hier ansässig.

Bundesumweltministerin Lemke wird während ihrer China-Reise weitere Termine jenseits des Umweltforums wahrnehmen. Geplant sind unter anderem ein Besuch der BASF-Niederlassung in Shanghai, eine Besichtigung des Städtischen Bauabfall-Recycling-Zentrums in Taicang und ein Besuch der Tongji-Universität in Shanghai, bei dem die Ministerin mit Student*innen diskutieren wird. Lemke wird außerdem Vertreter*innen von NGOs treffen.


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Donnerstag, 26. Oktober 2023

BMUV-Info: EU-Gesetzespaket zur Bekämpfung von Greenwashing

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der Einigung in der Trilogverhandlung des Europäischen Parlaments, des Rates und der EU-Kommission am 19. September 2023 auf ein Gesetzespaket zur „Stärkung der Verbraucher*innen im Grünen Wandel“ (EmpCo) hat am 25. Oktober 2023 auch der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten dem Kompromisstext zugestimmt.

Das Paket enthält Änderungen der Richtlinie über Verbraucherrechte sowie der Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken.

Anlässlich der Zustimmung des Ausschusses der Ständigen Vertreter in Brüssel sagt Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke: „Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen ihren Beitrag zu mehr Umwelt- und Klimaschutz leisten. Doch vermeintliche Umweltversprechen und schwammige Werbeaussagen führen oft dazu, dass die Verbraucher*innen in die Irre geführt werden. Laut einer Studie (http://bit.ly/493fcUZ) finden sich entsprechende Behauptungen in der Hälfte der Umweltaussagen. Mit höheren Anforderungen an Klarheit, Eindeutigkeit, Richtigkeit und Nachprüfbarkeit von Umweltaussagen und Umweltsiegeln sollen sich Verbraucher*innen künftig auf die Angaben verlassen können. Denn Werbung mit Umweltschutz hat einen großen Effekt: Umweltclaims können nach einer aktuellen Untersuchung die positive Einschätzung eines Produkts sogar verdoppeln.

Mit den Beschlüssen in Brüssel wird der Schutz der Verbraucher*innen vor irreführenden grünen Werbeaussagen nun deutlich gestärkt. Gut ist auch, dass die oft irreführende Werbung mit Klimaneutralität nun gesondert geregelt wird. Auch die Informationen über die Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Produkten bieten den Verbraucher*innen einen guten Überblick, denn eine lange Nutzungszeit von Konsumgütern hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel. Europa orientiert sich immer mehr an Verbraucher*innen-Interessen, das ist ein gutes Signal. Dazu passt auch, dass es ab Dezember 2024 einheitliche Ladekabel für alle Geräte geben wird. Dann ist Schluss mit dem Kabelsalat in den Schubladen. Zudem werden Ressourcen gespart und Elektronikabfälle verringert.“

 

Mit freundlichen Grüßen

BMUV-Pressestelle


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BMUV-PM: Bundesumweltministerium startet erstes Modellprojekt zur Auenrenaturierung im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit
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Pressedienst – Nr. 162/23
Berlin 26. Oktober 2023

 

Natürlicher Klimaschutz
Bundesumweltministerium startet erstes Modellprojekt zur Auenrenaturierung im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz
Stiftung „Lebensraum Elbe“ wandelt Elbwiesen in lebendige Auenlandschaft um

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute für das Projekt „Auenland Elbmarsch“ einen Zuwendungsbescheid über rund 6,9 Millionen Euro an Dr. Elisabeth Klocke, Vorständin der Stiftung Lebensraum Elbe überreicht. Mit der bis 2029 gewährten Förderung entwickelt die Stiftung artenreiche Auenlebensräume auf etwa 100 Hektar in den südlichen Elbuferwiesen. Damit wird der ökologische Umbau des Deichvorlands am Wehr Geesthacht in der Samtgemeinde Elbmarsch gefördert. Die Fördermittel stammen aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundesumweltministeriums (BMUV).

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Das Vorhaben zur Auenrenaturierung in der Elbmarsch ist eines der ersten Modellprojekte, mit dem das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz beginnt in der Fläche zu wirken. Das Vorhaben ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was Natürlicher Klimaschutz konkret bedeutet: Naturnahe Fließgewässer und Auen speichern Kohlenstoff und mindern außerdem die Folgen der Klimakrise. Denn der geplante Bachlauf durch die Elbwiesen am Wehr Geesthacht und die kleinen Auengewässer werden künftig das Wasser in der Landschaft halten und damit den natürlichen Wasserhaushalt stärken. Das hilft bei Hochwasser und Dürre gleichermaßen und stärkt die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme. Gleichzeitig entstehen neue, geschützte Lebensräume für Wiesenbrüter und andere gefährdete Arten. Das Auftaktprojekt leistet zudem einen wertvollen Beitrag für den Aufbau eines Biotopverbunds von nationaler Bedeutung und trägt zu den Zielen des Bundesprogramms Blaues Band Deutschland bei. Ich danke der Stiftung Lebensraum Elbe für ihr Engagement, die Auenlandschaft hier auf dem Rönner und Niedermarschachter Werder ökologisch aufzuwerten.“

Die Stiftung Lebensraum Elbe erweitert im Rahmen des vom BMUV geförderten Projekts „Auenland Elbmarsch“ einen vorhandenen Graben durch die Elbwiesen am Wehr Geesthacht zu einem etwa vier Kilometer langen naturnahen Wiesenbach. Er soll die Tide- und die Mittelelbe künftig besser miteinander verbinden. Derzeit sind die beiden Elbabschnitte durch das Wehr künstlich voneinander getrennt. Im Unterlauf des Bachs entstehen gezeitenbeeinflusste Priele und Wattflächen. Künftig können Ebbe und Flut hier ungehindert ein- und ausschwingen – und sich so wertvolle Tide- und Auenlebensräume entwickeln. Auf den Elbwiesen entstehen zudem Schutzzonen für gefährdete Wiesenbrüter. Die Projektkosten belaufen sich auf insgesamt 9,2 Millionen Euro. Die Bundesförderung beträgt rund 6,9 Millionen Euro. Die Stiftung Lebensraum Elbe trägt rund 2,3 Millionen Euro bei.

Der Werder kann weiterhin als beliebtes Naherholungsziel genutzt werden. Auch extensive Landwirtschaft ist weiterhin möglich. In enger Kooperation erarbeiten der Landkreis Harburg, die Gemeinde Marschacht und die Stiftung Lebensraum Elbe ein Konzept zur Besucherlenkung. Daneben wird ein Bewirtschaftungskonzept für die Flächen entwickelt. Der Deich selbst bleibt unberührt und schützt die Menschen der Elbmarsch weiterhin vor Elbefluten. Der Artlenburger Deichverband ist Kooperationspartner und unterstützt das Renaturierungsprojekt.

Über das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz:

Mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) will die Bundesregierung entscheidend dazu beitragen, den allgemeinen Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich zu verbessern und so ihre Resilienz und ihre Klimaschutzleistung zu stärken. Neben Treibhausgasminderung und Negativemissionen wird auch ein Beitrag zur Klimaanpassung erreicht. Die Natur an Land und im Meer soll besser geschützt und widerstandsfähiger werden, um dauerhaft zu den nationalen Klimaschutzzielen beizutragen. Die Land- und Forstwirtschaft soll nachhaltig werden und mehr Raum lassen für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf den bewirtschafteten Flächen. Das Vorhaben „Auenland Elbmarsch“ ist eines der ersten Modellprojekte, das das Bundesumweltministerium im Rahmen des ANK fördert.

Über die Stiftung Lebensraum Elbe:

Die Stiftung Lebensraum Elbe wurde am 11. Mai 2010 durch Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft gegründet. Die Arbeit der Stiftung ist legislatur- und parteiübergreifend.

 

 

 


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Mittwoch, 25. Oktober 2023

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Dienstag, 24. Oktober 2023

BMUV-PM: Kommunale Strategien für mehr biologische Vielfalt im städtischen Raum

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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit
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Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesamt für Naturschutz

 

 

Pressedienst – Nr. 160 /23
Berlin/Bonn, 24. Oktober 2023

 

Kommunale Strategien für mehr biologische Vielfalt im städtischen Raum

Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz fördern Stadtnatur in Darmstadt, Neuburg und Remscheid

Kommunen können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen: Die Grundlage dafür bilden Biodiversitätsstrategien, mit denen artenreiche Lebensräume mit natürlicher Dynamik geschaffen werden können. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium (BMUV) fördern daher im Bundesprogramm Biologische Vielfalt die Entwicklung von kommunalen Biodiversitätsstrategien (KBS) in Neuburg am Inn, Darmstadt und Remscheid sowie die Umsetzung beispielhafter Maßnahmen mit insgesamt 472.000 Euro.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Lebenswerte Städte mit besserer Luft, artenreichen Grünflächen und attraktiven Erholungsräumen sind für Mensch und Natur gleichermaßen wichtig. Damit eine lebendige und vielfältige Stadtnatur entstehen und bewahrt werden kann, fördern wir kommunale Biodiversitätsstrategien. So können alle Akteur*innen vor Ort eingebunden und Maßnahmen strategisch geplant werden. Gleichzeitig leisten kommunale Biodiversitätsstrategien einen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz, indem sie gezielt vor Ort ansetzen, zum Beispiel beim Grünflächenmanagement, durch die Neuanlage von Kleingewässern oder das Pflanzen von Stadt- und Obstbäumen.“

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Kommunale Biodiversitätsstrategien sind gleich doppelt wertvoll für den Schutz der biologischen Vielfalt: Konkrete Maßnahmen wie die Verknüpfung von Biotopverbünden zwischen städtischen Räumen und dem Umland erhöhen die Biodiversität insgesamt. Gleichzeitig werden durch den Einsatz von Kommunen für die Biodiversität auch Menschen miteinander „verknüpft“ und zu eigenem Engagement für mehr Biodiversität motiviert.“

Hintergrundinformationen:

Förderschwerpunkt Stadtnatur

Mit dem Förderschwerpunkt Stadtnatur im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird eine zentrale Maßnahme des Masterplans Stadtnatur umgesetzt, den die Bundesregierung im Jahr 2019 als Maßnahmenprogramm für lebendige und attraktive Städte verabschiedet hat. Ziel ist es, im Sinne der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt den Anteil an naturnahen, arten- und strukturreichen Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich durch ein ökologisches Grünflächenmanagement zu erhöhen und die biodiversitätsfördernde Durchgrünung von Städten und Gemeinden zu verbessern. Auf lokaler Ebene werden unter anderem die Erstellung kommunaler Fachkonzepte und übergreifender kommunaler Strategien zur biologischen Vielfalt (KBS) sowie die Umsetzung beispielhafter Maßnahmen gefördert. Im Zentrum einer KBS stehen die Themenfelder Arten- und Biotopschutz, Landwirtschaft/ Offenland-Biotope, Forstwirtschaft/ Wald, Gewässer/ Auen, Biotope im besiedelten Bereich, Planungsinstrumente und Umweltbildung/ Öffentlichkeitsarbeit.

KBS Neuburg a. Inn: „Natur dahoam!“

Die im ländlichen Raum liegende Gemeinde Neuburg am Inn verfügt über eine hohe Vielfalt an Lebensräumen und Arten, die aber bisher noch nicht ausreichend strategisch und querschnittsorientiert bei kommunalen Angelegenheiten berücksichtigt werden. Mit einer kommunalen Biodiversitätsstrategie (KBS) macht Neuburg am Inn den Schutz der biologischen Vielfalt zu einem prioritären Ziel der kommunalen Entwicklung. Die anschließende Umsetzung der KBS „Natur dahoam“ soll den Zustand und die Perspektive der biologischen Vielfalt konkret verbessern und die Bürger*innen zu eigenem Engagement motivieren. Neben der Entwicklung der KBS sind im Projekt bereits konkrete Maßnahmen geplant: So sollen Nisthilfen für Gebäudebrüter und Fledermäuse an kommunalen Liegenschaften errichtet, kostenlose Pflanzpakete mit heimischen Stauden für Privatgärten angeboten und Musterflächen mit autochthonem artenreichem Saatgut und heimischen Stauden angelegt werden. Außerdem ist ein Biodiversitätsweg entlang ökologisch hochwertiger Wiesen- und Waldlebensräume geplant.

Das Projekt in Bayern erhält rund 70.000 Euro Förderung durch das Bundesumweltministerium und hat eine Laufzeit bis Mai 2025.

KBS Remscheid: Werkzeuge für die biologische Vielfalt

Remscheid ist Teil des bergischen Städtedreiecks und zählt mit rund 111.000 Einwohnern zu den Großstädten. Knapp zehn Prozent des Stadtgebietes sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen und rund 50 Prozent als Landschaftsschutzgebiete. Viele für die Artenvielfalt besonders wertvolle, extensiv genutzte Offenland-Biotope kommen in Remscheid dennoch nur noch sehr selten vor, einige Amphibien- und Reptilien-Arten sind ausgestorben. Negative Bestandsentwicklungen gibt es auch hier vor allem bei den Vogelarten der Agrarlandschaft. Um die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern, erstellt Remscheid im Rahmen des Projektes nun eine kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) und setzt erste beispielhafte Maßnahmen um, zum Beispiel die Neuanlage von Kleingewässern, Pflanzungen von Stadt- und Obstbäumen und die Bekämpfung invasiver Arten. Wenn es darum geht, konkrete Maßnahmen festzulegen, sollen die Anregungen bereits aktiver oder interessierter Bürger*innen berücksichtigt werden. Auch bei der Realisierung setzt die Stadt auf die tatkräftige Unterstützung Freiwilliger. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, realistische, machbare Naturschutz-Maßnahmen der KBS zu ermitteln und bewerten.

Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt in Nordrhein-Westfalen, das bis September 2025 läuft, mit insgesamt rund 270.000 Euro.

KBS Darmstadt:

Eine der Hauptursachen für den fortschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt in Darmstadt sieht die Stadt in den Änderungen der Flächennutzung. Durch die Lage Darmstadts in einer Metropolregion mit kontinuierlichem Anstieg von Arbeitsplätzen und Bevölkerungszahlen hat die Flächenverfügbarkeit eine besondere Bedeutung und kann modellhaft für andere Städte betrachtet werden. Mit den aktuellen Erkenntnissen aus Forschungsprojekten will die Stadt nun eine zeitgemäße kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) erarbeiten. Langfristiges Ziel ist es, auf den Artenrückgang und die Bedeutung von Biodiversität auf allen Ebenen aufmerksam zu machen und das bürgerliche Engagement zu fördern. Parallel zur Strategie werden Umsetzungsprojekte entwickelt, die anschaulich und fassbar das Thema biologische Vielfalt behandeln und Bürgerinnen und Bürger aktiv einbeziehen. Dazu zählen beispielsweise Citizen-Science-Ansätze zur Erfassung der Vogelfauna, Maßnahmen zur Förderung ausgewählter Vogel- oder Fledermausarten und Schutzmaßnahmen für durch den Klimawandel gefährdete Feuchtstandorte. Das Projekt in Hessen hat eine Laufzeit bis September 2025 und wird mit 132.000 Euro durch das Bundesumweltministerium gefördert.

Förderung kommunaler Biodiversitätsstrategien

Bis zum 1. Februar 2024 können interessierte Kommunen Projektskizzen für die Erstellung einer kommunalen Biodiversitätsstrategie im Bundesprogramm Biologische Vielfalt für den Förderschwerpunkt Stadtnatur einreichen. Besonders erfolgversprechende und modellhafte Skizzen werden ausgewählt und zur Antragsstellung aufgefordert:
https://www.bfn.de/bpbv-stadtnatur

Weitere Informationen

Projekt-Steckbriefe:

https://www.bfn.de/projektsteckbriefe/kommunale-biodiversitaetsstrategie-fuer-remscheid

https://www.bfn.de/projektsteckbriefe/natur-dahoam-eine-biodiversitaetsstrategie-fuer-neuburg-am-inn

https://www.bfn.de/projektsteckbriefe/kommunale-biodiversitaetsstrategie-fuer-darmstadt

Bundesprogramm Biologische Vielfalt

 


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Montag, 23. Oktober 2023

Pathogene Pilze – Eine unterschätzte Gefahr

Spektrum Kompakt-Newsletter 23.10.2023
 
Spektrum.de Logo
Spektrum Kompakt-Newsletter
23.10.2023

Liebe Lesende,

wenn von »gefährlichen Pilzen« die Rede ist, denken viele wohl zuerst an Fliegenpilz, Knollenblätterpilz und andere Giftpilze. Ein deutlich größeres Risiko geht jedoch von den eher unscheinbaren Arten aus, die in unserem Umfeld lauern. Teils sind sie so klein, dass wir sie mit dem bloßen Auge gar nicht sehen. Dennoch können sie uns und andere Lebewesen schwerkrank machen. Manche raffen ganze Tierpopulationen dahin, andere töten Menschen, wieder andere vernichten massenhaft Nutzpflanzen. In unserem neuen Kompakt fassen wir zusammen, welche Bedrohungen im Reich der Pilze lauern.


Einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen

Michaela Maya-Mrschtik

Michaela Maya-Mrschtik

Neuerscheinungen bei Spektrum

Pathogene Pilze – Eine unterschätzte Gefahr

42/2023 Pathogene Pilze – Eine unterschätzte Gefahr

Tödliche Erkrankungen, tierische Massensterben, vernichtete Ernten – all das, und noch mehr, können pathogene Pilze auslösen. Durch die Erderwärmung und den internationalen Waren- und Personenverkehr breiten sich die ...

Digitalpaket: Pilze

Mit dem Digitalpaket Pilze erhalten Sie die Spektrum Kompakt "Im Reich der Pilze" und "Pathogene Pilze" im Paket zum Sonderpreis.

4/2023 Evolution

»Evolution - Das Leben bahnt sich seinen Weg« nimmt Sie mit in die Frühzeit unserer Erde und wirft einen neuen Blick auf die Evolution. Wo entstand das Leben? Wie werden die Ökosysteme der Zukunft aussehen? Welch ...

Wahrnehmung - Zusammenspiel von Sinnen und Gehirn

41/2023 Wahrnehmung - Zusammenspiel von Sinnen und Gehirn

Aus den Informationen, die Sinnesorgane liefern, konstruiert das Gehirn ein Bild unserer Umwelt. Doch auch Erfahrungen und Erinnerungen beeinflussen unsere Wahrnehmung.


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