Donnerstag, 3. Juni 2021

BMU-PM: Im Einsatz für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes – Peru festigt internationale Partnerschaft 

----------------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg
und Bastian Zimmermann

 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmu.bund.de   Internet: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/bmu   Youtube: www.youtube.com/umweltministerium
----------------------------------------------------------------------------------

Gemeinsame Pressemitteilung mit den Umweltbehörden von Peru, Norwegen, dem Vereinigten Königreich und den USA

 

Pressedienst - Nr. 116/21
03. Juni 2021


 

Klimaschutz/International
Im Einsatz für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes – Peru festigt internationale Partnerschaft 

Im Rahmen einer internationalen Klimaallianz verstärken Peru, Deutschland, Norwegen, das Vereinigte Königreich und die USA ihre Bemühungen für eine Verringerung der Entwaldung auf dem peruanischen Amazonas-Gebiet bis 2025. In Peru befindet sich der viertgrößte tropische Regenwald der Welt – ein Gebiet, das fast doppelt so groß ist wie Deutschland.

Der Klimawandel ist eine globale Bedrohung. Um ihm entgegenzutreten, bedarf es einer Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Mit der Unterstützung seiner Partner bekräftigt Peru erneut seinen Einsatz für den Schutz unserer wertvollen Wälder und die Förderung der nachhaltigen Entwicklung im Amazonasgebiet ", erklärte der peruanische Umweltminister Gabriel Quijandría Acosta anlässlich der Unterzeichnung der bis 2025 verlängerten Klima- und Waldpartnerschaft.

Unterzeichnet wurde die gemeinsame Absichtserklärung am 31. Mai ebenfalls von Minister*innen aus Deutschland, Norwegen, dem Vereinigten Königreich und den USA, vertreten durch das US-Behörde für internationale Entwicklung (U.S. Agency for International Development - USAID). Damit bringen sie ihre Unterstützung für Peru im Kampf gegen den Verlust und die Schädigung von Wäldern zum Ausdruck und tragen somit zur nachhaltigen Entwicklung des Landes bei.

Die USA und das Vereinigte Königreich kommen hinzu – Peru, Deutschland und Norwegen bleiben dabei
Im Jahr 2014, noch vor der Weltklimakonferenz in Lima, riefen Deutschland und Norwegen eine Partnerschaft mit dem Ziel ins Leben, Peru beim Schutz seiner tropischen Regenwälder zu unterstützen. Der peruanische Tropenwald ist der viertgrößte der Welt und, nach Brasilien, der größte im Amazonasgebiet. Die heutige Absichtserklärung stellt eine Fortführung der ursprünglichen Erklärung (Text auf Englisch) aus dem Jahr 2014 dar. Sowohl das Vereinigte Königreich als auch die USA unterzeichneten die gemeinsame Absichtserklärung erstmalig.

Die Regenwälder Perus sind riesige Kohlenstoffspeicher und dennoch unzähligen Bedrohungen ausgesetzt. Die peruanische Regierung versucht fortlaufend, diesen entschieden entgegenzutreten und sie zu verringern (siehe Auflistung der Ergebnisse weiter unten).

Deutschland: In gemeinsamer Überzeugung vereint
Gemeinsam haben das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Fördermittel in Höhe von bislang 210 Millionen Euro für Projekte mobilisiert, die die Ziele der gemeinsamen Absichtserklärung verfolgen. Deutschland hat bereits einen Großteil der Unterstützungszahlungen geleistet. Durch Unterzeichnung der erneuerten Absichtserklärung bekräftigt Deutschland seine andauernde Unterstützung der darin enthaltenen Ziele und drückt seine Bereitschaft aus, die bereits umfangreiche Kooperation mit Peru weiter auszubauen.

„Für Deutschland ist diese gemeinsame Absichtserklärung zum Klimaschutz und zur Minderung von Emissionen aus Entwaldung und Schädigung von Wäldern (REDD+) eine solide Grundlage, auf der wir unsere Zusammenarbeit im Bereich Wald- und Klimaschutz aufbauen können. Über Länder- und Institutionsgrenzen hinweg teilen wir eine gemeinsame Überzeugung: wirtschaftlicher Wohlstand und gesunde Ökosysteme bedingen sich gegenseitig”, sagte Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit.

Norwegen: Ein stolzer Partner Perus
Norwegen weitet seine Zusage aus der ursprünglichen Absichtserklärung von 2014 bis zum Jahr 2025 aus und wird Perus Einsatz mit bis zu 1800 Millionen norwegischen Kronen (NOK) – dies entspricht mehr als 200 Millionen US-Dollar (USD) – unterstützen.

„Wir sind sehr stolz darauf, mit Peru zusammenzuarbeiten. Obwohl Peru besonders stark von der Pandemie getroffen wurde, führt das Land den Kampf gegen den Klimawandel und für den Schutz seiner Wälder fort. Wir sind ebenfalls ausgesprochen glücklich darüber, dass sich uns die USA und das Vereinigte Königreich angeschlossen haben“, erklärte der norwegische Umwelt- und Klimaminister Sveinung Rotevatn.

Bis zu 1500 Millionen NOK aus den norwegischen Mitteln sind als Zahlungen im Fall einer rückläufigen Entwaldungsrate nach Zertifizierung durch den Standard der unabhängigen Initiative Architecture for REDD+ Transactions vorgesehen. Norwegen garantiert einen Mindestpreis von 10 USD pro Tonne eingesparter Emissionen.

„Wir möchten Peru und andere Länder, die ihre Entwaldungsrate erfolgreich senken, dabei unterstützen, Zugang zu weiteren Finanzierungsquellen zu erhalten. Ich hoffe, dass wir mehr und mehr Unternehmen dazu motivieren können, uns zu unterstützen. Die Aufnahme der Arbeit der LEAF Coalition im vergangenen Monat bietet hierfür sicher einen guten Ausgangspunkt“, sagte Minister Rotevatn.

Vereinigtes Königreich: Die Natur im Fokus
Das Vereinigte Königreich wird die Umsetzung der gemeinsamen Absichtserklärung als neuer Partner unterstützen. Das Land arbeitet eng mit Peru zusammen, um nachhaltige Geschäftsmodelle zu fördern, durch die der Wald nicht geschädigt wird. Dazu zählen zum Beispiel aus den indigenen Gemeinschaften heraus entstehende Agroforstwirtschaftsprojekte im Amazonasgebiet. Um den Neustart nach der Corona-Pandemie effektiv zu nutzen und der Entwaldung und Schädigung von Wäldern erfolgreich ein Ende zu bereiten, unterstützt das internationale Klimafinanzierungsprogramm des Vereinigten Königreichs Peru dabei, Investitionen aus dem Privatsektor für naturbasierte Lösungen zu mobilisieren, mit denen der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt erfolgreich bekämpft werden können.

„Ich freue mich, dass das Vereinigte Königreich die Partnerschaft mit Peru stärken möchte, um der Entwaldung gemeinsam ein Ende zu setzen und beim Schutz der biologischen Vielfalt zusammenzuarbeiten. Als Vorsitz der G7 und der COP 26 rücken wir den Naturschutz in den Mittelpunkt unseres gemeinsamen weltweiten Kampfes gegen den Klimawandel. Deshalb haben wir uns verpflichtet, Mittel in Höhe von mindestens drei Milliarden Pfund aus unserer internationalen Klimafinanzierung einzusetzen. Damit fördern wir den Einsatz für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur, die Senkung der weltweiten Entwaldungsrate und die Unterstützung von Gemeinschaften, deren Lebensgrundlage die Wälder sind”, erklärte Lord Goldsmith of Richmond Park, britischer Staatsminister für die Themenschwerpunkte Pazifik und Umwelt im britischen Ministerium für Auswärtiges, Commonwealth und Entwicklung und im britischen Ministerium für Umwelt, Lebensmittel und ländliche Angelegenheiten,

USA: Aufruf zu mehr Zusammenarbeit
Die USA, vertreten durch die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID), unterzeichneten diese Vereinbarung als Beobachter. Damit unterstützt das Land die Ziele der gemeinsamen Absichtserklärung durch ein mit 47,5 Millionen USD dotiertes, bereits in der Umsetzung befindliches Programm, das der Förderung nachhaltiger forstwirtschaftlicher Praktiken dient.

„In dem Memorandum of Understanding, das erst kürzlich von USAID und den peruanischen Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft, Wirtschaft und Finanzen sowie dem peruanischen Ministerkabinett unterzeichnet wurde, werden eine stärkere Zusammenarbeit bei der Politikgestaltung im Forstsektor sowie Reformen auf nationaler und regionaler Ebene gefordert. Darüber hinaus stellt es ein wichtiges Instrument dar, mit dem die Ziele der gemeinsamen Absichtserklärung gestärkt werden und eine weitere Harmonisierung des Einsatzes der gesamten peruanischen Regierung bei der Umsetzung dieser Querschnittsaufgabe erfolgt ”, erklärte der Leiter der USAID-Vertretung in Peru Jene C. Thomas.
 

Wichtige Ergebnisse
Die gemeinsame Absichtserklärung zwischen Deutschland und Norwegen wurde im Jahr 2014 unterzeichnet, nachdem die Entwaldungsrate im vorherigen Jahr einen neuen Höchstwert von ungefähr 164.000 Hektar erreicht hatte. Aus den kürzlich vom peruanischen Umweltministerium veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass die jährliche Entwaldungsrate bei durchschnittlich 131.500 Hektar im Zeitraum 2010 - 2019 lag.

In den vergangenen Jahren hat Peru wichtige Maßnahmen ergriffen, um der Entwaldung Einhalt zu gebieten und die Klimakrise zu bekämpfen. Einige wichtige Beispiele:

(I) Peru hat das Yavarí-Tapiche-Schutzgebiet errichtet, um gefährdete indigene Gruppen zu schützen, die bisher ohne Kontakt zur Außenwelt tief im Amazonas-Regenwald leben. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von ungefähr 1.100.000 Hektar, was der Größe Jamaikas entspricht.

(II) Peru hat im Jahr 2015 einen neuen, atemberaubenden Nationalpark im peruanischen Amazonas-Regenwald entlang der gleichnamigen Gebirgskette Sierra del Divisor an der brasilianischen Grenze errichtet. Dieser Nationalpark befindet sich auf einer Fläche von 1.300.000 Hektar, einem Gebiet mit größtenteils unberührtem Urwald, einem einzigartigen Lebensraum für Wildtiere und einem Ort, an dem indigene Gemeinschaften leben, die bisher keinen Kontakt zur Außenwelt hatten.

(III) Im Rahmen seines nationalen Waldschutzprogramms ist Peru mit indigenen Gemeinschaften Waldschutzvereinbarungen eingegangen, die sich auf eine Fläche von 2.900.000 Hektar Wald beziehen.

(IV) Peru hat indigenen Gemeinschaften das Eigentum an einer Waldfläche in der Größe von mehr als 1.200.000 Hektar übertragen. Indigene Gemeinschaften spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der peruanischen Wälder und sind aktiv an der Umsetzung der gemeinsamen Absichtserklärung beteiligt.

(V) Peru hat neue und regionale Naturschutzgebiete geschaffen und damit 4.800.000 Hektar Wald unter Schutz gestellt. Peru hat ebenfalls Fortschritte bei der Schaffung eines öffentlichen Grundbuchregisters für die Vergabe von Grundstücksrechten erzielt sowie bei der Umsetzung von Gebietseinteilungs-, Flächennutzungsplanungs- und Forstwirtschaftsstrategien und bei der Zuteilung von Waldnutzungsrechten.

(VI) Im Dezember 2020 hat Peru ambitioniertere Emissionsminderungsziele im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris vorgelegt.

Peru: Klimaschutz ist ein Muss
Vertreter*innen der Ministerien, Regionalregierungen und der indigenen Gemeinschaften Perus stimmten in diesem Zusammenhang darin überein, dass diese Erneuerung der gemeinsamen Absichtserklärung eine wunderbare Möglichkeit darstellt, den produktiven Schutz der Wälder zu fördern und der Selbstverpflichtung des Landes zum Klimaschutz mit mehr Schwung und Ehrgeiz nachzukommen.

Trotz der bereits erzielten Fortschritte bleibt noch viel für den Schutz des peruanischen Regenwalds zu tun. Die Wissenschaft lässt keinen Zweifel daran, dass die Welt, wenn sie die Ziele aus dem Pariser Übereinkommen und die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen erreichen möchte, die Abholzungsrate der tropischen Regenwälder weltweit signifikant und zeitnah reduzieren und gleichzeitig das Energiesystem reformieren muss.

„Jede dieser Maßnahmen wird zur Umsetzung und Erreichung unserer national festgelegten Beiträge und der Durchführung nationaler und sektoraler Strategien zur Verringerung der Entwaldung beitragen. Dank unseres starken Bündnisses unterstreichen wir, dass Klimaschutz sowohl notwendig und möglich als auch vorteilhaft für alle Peruaner*innen ist", erklärte der peruanische Umweltminister Gabriel Quijandría Acosta.

Den vollständigen (englischen) Wortlaut der gemeinsamen Absichtserklärung finden Sie hier: www.bmu.de/DL2737-1


--

BMU-PM: Peru strengthens powerful partnership in its fight to preserve the Amazon rainforest 

----------------------------------------------------------------------------------
Editor: Federal Ministry for the Environment,
Nature Conservation and Nuclear Safty
Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
editorial staff: Regine Zylka (responsible), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Astrid Scharf,
Christopher Stolzenberg and Bastian Zimmermann

Telephone: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmu.bund.de   Website: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/bmu   Youtube: www.youtube.com/umweltministerium
----------------------------------------------------------------------------------

Pressedienst - Nr. 116/21
03. Juni 2021

 

Common Press Release from Peru, Germany, Norway, United Kingdom and the United States of America

 

Climate Protection/International

Peru strengthens powerful partnership in its fight to preserve the Amazon rainforest 

As part of a major international climate alliance, Peru, Germany, Norway, UK and the US are stepping up efforts to reduce deforestation in the Peruvian Amazon by 2025. Peru holds the fourth largest tropical forest in the world, an area almost twice the size of Germany.

"Climate change is a global threat, and addressing it requires international collaboration. With the support of our partners, Peru reiterates its commitment to protecting our invaluable forests and promoting sustainable development in the Amazon region," said Gabriel Quijandría Acosta, Peruvian Minister for the Environment, as he signed to extend the climate and forest partnership until 2025.

Ministers from Germany, Norway, the United Kingdom and the United States, represented through its U.S. Agency for International Development (USAID) joined Peru by signing the Joint Declaration of Intent this week on May 31st, manifesting their support to Peru in tackling forest ecosystem loss and degradation, thus contributing to the sustainable development of the country.

 

US and UK enter cooperation - Peru, Germany and Norway stay on

Back in 2014, before the Climate Change Conference in Lima, Germany and Norway entered a partnership to support Peru in its effort to preserve its tropical forest, the fourth largest in the world and the largest in the Amazon outside of Brazil. Today's declaration is a continuation of the original declaration from 2014. The United Kingdom and United States are both signing for the first time.

 

Although the Peruvian forests are giant carbon stocks, they are facing a barrage of threats. The Peruvian Government is continuously trying to tackle and reduce these (please see results described below).

 

Germany: United by a shared belief

In a joint effort, the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development as well as the Federal Ministry for Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety have to date committed a total amount of EUR 210 million to projects that are linked to the objectives of the Joint Declaration of Intent. Germany has already delivered a significant share of the support. By signing the extension, Germany will continue supporting the Joint Declaration of Intent and stands ready to further develop the significant cooperation with Peru.

 

“Germany sees the Joint Declaration of Intent on climate change and REDD+ as a strategic foundation on which we can build cooperation on forest conservation and climate action. We are united by a shared belief which goes beyond borders and institutions: Thriving economies and healthy ecosystems are interdependent”, says Svenja Schulze, German Minister for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety.

 

Norway: Proud to be Peru's partner

Norway on its side will extend its pledge from the initial declaration in 2014 until 2025, which is to support Peru's effort with up to NOK 1800 million - more than USD 200 million.

We are very proud to partner with Peru. Despite being severely affected by the pandemic, Peru continues the fight against climate change and to preserve its forests. We are also thrilled to have the United States and the United Kingdom join forces with us, said Sveinung Rotevatn, Norway's Minister of Climate and Environment.

Of this, up to NOK 1500 million are payments for reduced deforestation, certified by the third-party standard Architecture for REDD+ Transactions. Norway guarantees a 10 USD floor price per ton of reduced emissions.

We are keen to support Peru and other countries that succeed in reducing deforestation in their efforts to access more finance. I am hopeful we can invite a growing set of companies to join, building on last month's launch of the LEAF Coalition, said Minister Rotevatn.

UK: Putting nature at the heart

The United Kingdom joined as a new partner and will support the implementation of the Joint Declaration of Intent. The UK is working closely with Peru to pursue sustainable and forest-friendly business solutions such as Indigenous communities-led agroforestry in the Amazon area. To build back better after the Covid-19 pandemic and make a successful shift away from deforestation and forest degradation, the UK International Climate Finance programming is supporting Peru to mobilise private sector investment for nature-based solutions that can help to effectively tackle climate change and biodiversity loss.

I am delighted the UK is taking steps to strengthen our partnership with Peru to work together on halting deforestation and protect biodiversity. Through our leadership of the G7 and COP26, we are putting nature at the heart of the global response to the challenge of climate change. This is why we have committed to spend at least  £3 billion of our International Climate Finance to support efforts to protect and restore nature, reduce global deforestation, and support communities that rely on forests for their livelihoods”, said Lord Goldsmith of Richmond Park, British Minister for Pacific and the Environment at the Foreign, Commonwealth & Development Office and the Department for Environment, Food and Rural Affairs,

US: Calls for increased cooperation

The United States, represented by the United States Agency for International Development (USAID), signed this agreement as a witness, bringing support to the Joint Declaration of Intent objectives through a USD 47.5 million program directed towards sustainable forest practices currently under implementation.

“The recently signed Memorandum of Understanding between USAID and the Ministry of Environment, Ministry of Agriculture, Ministry of Economy and Finance, and the President’s Council of Ministers, calls for increased cooperation around forest governance and reforms at national and regional levels, and is an important tool that will fortify Joint Declaration of Intent goals and further harmonize Government of Peru´s whole of government efforts,” said Jene C. Thomas, Director of the United States Agency for International Development’s Peru Mission.

Important results
The Joint Declaration of Intent with Germany and Norway was signed in 2014, following a peak year of deforestation in 2013 of roughly 164,000 hectares. According to numbers recently published by the Ministry of Environment in Peru, annual deforestation was approximately 131,500 hectares on average in the period 2010-2019.

 

Over the last years, Peru has taken important steps to reduce deforestation and tackle the climate crisis. Some important examples are:

(I) Peru established the Yavarí Tapiche reserve for uncontacted and vulnerable indigenous groups deep in the Amazon rainforest. The area expands to approximately 1,100,000 hectares, equivalent to the size of Jamaica.

(II) Peru established a new, stunning national park in 2015 in Peru's Amazon forest and along the border with Brazil - Sierra del Divisor. This national park spans 1,300,000 hectares of largely primary forest, and contains unique wildlife habitat and uncontacted indigenous communities.

(III) Peru, through its National Program of Forest Conservation, has entered into forest conservation agreements with indigenous communities covering 2,900,000 hectares.

(IV) Peru has granted forest titles to indigenous communities covering more than 1,200,000 hectares. Indigenous peoples play an important role in protecting Peru's forests and play an active role in implementing the Joint Declaration of Intent.

(V) Peru has granted rights to more than 4,800,000 hectares of forests through the establishment of new natural protected areas and regional conservation areas. Peru also made progress in establishing a public cadastral system for land titles, and in implementing policies on zoning, land-use planning, forest management and allocation of rights to forest resources.

(VI) Peru increased its ambition to reduce emissions under the Paris Agreement in December 2020.

Peru: Climate action is necessary

In this context, representatives of regional governments, ministries of State and representatives of indigenous peoples of Peru agreed that this addendum represents an excellent opportunity to promote the productive conservation of forests and implement the country's climate commitment with a sense of urgency and ambition.

Despite the progress, significant work still remains to protect Peru's forests. Science leaves no doubt that if the world is to achieve the objectives set out in the Paris Agreement and the UN's sustainability goals, tropical deforestation globally must be significantly and rapidly reduced in parallel with transforming the energy system.

Each of these measures will contribute to the implementation and fulfilment of our Nationally Determined Contributions and to the execution of national and sectoral strategies to reduce deforestation. Thanks to this powerful alliance it is possible to affirm that climate action is necessary, possible and beneficial for all Peruvians", said Gabriel Quijandría Acosta, Minister of Environment in Peru

Please read the full Joint Declaration here: www.bmu.de/DL2737-1

 

 

 

 


--

Dienstag, 1. Juni 2021

BMU-PM: Bundesumweltministerin Schulze und Spitzen der Wohlfahrtsverbände fordern Klima-Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft

----------------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg
und Bastian Zimmermann

 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmu.bund.de   Internet: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/bmu   Youtube: www.youtube.com/umweltministerium
----------------------------------------------------------------------------------

Gemeinsame Pressemitteilung mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW)

 

Pressedienst Nr. 115/21

Berlin, 1. Juni 2021

 

Umwelt & Soziales

Bundesumweltministerin Schulze und Spitzen der Wohlfahrtsverbände fordern Klima-Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft

Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege fordern gemeinsam eine „Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft“, damit Kitas, Pflegeheime oder Krankenhäuser die ökologische Transformation personell und finanziell stemmen können. Das ist das Ergebnis eines heutigen Spitzengespräches von Ministerin und Wohlfahrtsverbänden. Im Einsatz gegen den Klimawandel stehen soziale Dienste und Einrichtungen vor großen Umstellungen: von der energetischen Sanierung ihrer Gebäude über umweltfreundlichere Fahrzeugflotten bis hin zur Anpassung an die Herausforderungen der Erderhitzung. Aufgrund ihrer spezifischen Finanzierung können soziale Dienste und Einrichtungen das nicht ohne zusätzliche Hilfe schaffen. Konkret bedarf es einer Reform der Finanzierungsgrundlagen für soziale Dienstleistungen, verlässlicher Förderkulissen und Beratungs-angebote für gemeinnützige Akteure.

 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Klimaschutz ist längst nicht mehr nur ein Thema für die Umweltpolitik, sondern betrifft alle Bereiche. Darum ist mir der Dialog mit den Wohlfahrtsverbänden so wichtig. Ich habe bereits einige Verbesserungen für die Sozialwirtschaft erreichen können, von neuen Fördermitteln für Elektroautos bis hin zu Hilfen für Trinkbrunnen, Sonnenschutz und andere Maßnahmen zur Anpassung den Klimawandel. Aber in den nächsten Jahren wird noch mehr nötig sein, damit Krankenhäuser, Kitas oder Pflegeheime ihren Beitrag zu einem klimaneutralen Deutschland leisten können. Deutschland braucht eine Klima-Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft.“

Ulrich Lilie, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW): „Die Freie Wohlfahrtspflege kann einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutzzielen Deutschlands leisten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu müssen wir gemeinsam überlegen, wie die Kosten für die notwendigen Klimaschutzmaßnahmen mittel- bis langfristig Bestandteil der Regelfinanzierung werden können. Kurzfristig benötigen wir passgenaue Förderprogramme, um beispielsweise Sanierungen anzugehen und Stellen für Personen zu schaffen, die solche Maßnahmen vor Ort begleiten.“

Aus Sicht des Bundesumweltministeriums und der Wohlfahrtsverbände muss eine „Investitionsoffensive für die Sozialwirtschaft“ im Kern folgende Punkte umfassen:

  • Verlässliche Förderkulissen: Gemeinnützige Dienste und Einrichtungen benötigen zukünftig maßgeschneiderte Förderprogramme, die ihnen z.B. eine Sanierung des Gebäudebestands ermöglichen.
  • Aufbau von Beratungsangeboten und personellen Ressourcen: Die Sozialwirtschaft ist auf ihrem Weg zum klimaneutralen Arbeiten auf externen Sachverstand angewiesen. Mit einem neuen Beratungszentrum zur Klimaanpassung und dem Service- und Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) unterstützt das BMU Entscheidungsträger*innen dabei, Ideen und -projekte in die Tat umzusetzen. Das Angebot lokaler Klimaschutzmanager*innen und Anpassungsmanager*innen sowie personelle Ressourcen in den sozialen Einrichtungen und Diensten müssen jedoch mittel- und langfristig weiter ausgebaut werden.
  • Reform der finanziellen Rahmenbedingungen: Soziale Dienste und Einrichtungen benötigen verlässliche Finanzierungsgrundlagen. Als gemeinnützige Akteure müssen sie Investitionen in Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen tätigen können. Dafür bedarf es einer Reform der Regelfinanzierungssysteme.

Aus Sicht des BMU können Klima- und Umweltschutzpolitik nur dann erfolgreich sein, wenn soziale Fragen mitgedacht werden. Aus diesem Grund hat Bundesumweltministerin Schulze zu Beginn der Legislaturperiode einen Dialog mit dem Deutschen Mieterbund und den in der BAGFW zusammengeschlossenen Wohlfahrtsverbänden (AWO, Deutscher Caritasverband, Der Paritätische Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Deutschland, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland) gestartet.

 

In diesem Rahmen konnte das Bundesumweltministerium zwei bedarfsgerechte Förderprogramme für die Sozialwirtschaft entwickeln. Beide sind als Bestandteil des Konjunktur- und Zukunftspakets der Bundesregierung zur Bewältigung der Corona-Krise bereits im Herbst 2020 gestartet. Das Förderprogramm „Sozial und Mobil“ (Anfangsvolumen: 200 Millionen Euro) hilft sozialen Diensten dabei, ihre Flotten auf Elektromobilität umzustellen. Mit dem Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ unterstützt das BMU mit 150 Millionen bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die spürbaren Folgen des Klimawandels zu wappnen. Damit will das BMU gegen die Folgen des Klimawandels vorgehen sowie das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den Einrichtungen verbessern. Die hohe Zahl der eingereichten Anträge zeigt die hohe Relevanz, die Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bereits in der Sozialwirtschaft haben.

Weitere Informationen zu den BMU-Förderprogrammen für die Sozialwirtschaft:

Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“

Förderprogramm „Sozial & Mobil“

 

 

 

 

 

 

 


--

BMU-PM: Svenja Schulze überreicht Förderbescheide an Einrichtungen für Kinder und Jugendliche

----------------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg
und Bastian Zimmermann

 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmu.bund.de   Internet: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/bmu   Youtube: www.youtube.com/umweltministerium
----------------------------------------------------------------------------------

Pressedienst - Nr. 114/21
01. Juni 2021

 

 

Klimawandel

Svenja Schulze überreicht Förderbescheide an Einrichtungen für Kinder und Jugendliche

BMU-Förderprogramm unterstützt soziale Einrichtungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Einrichtungen für Kinder und Jugendliche aus Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben heute von der Bundesumweltministerin einen Förderscheck erhalten. Mit Hilfe dieser Fördermittel aus dem Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ wollen die Einrichtungen Beratungen und individuelle Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel finanzieren. Mit den Fördermitteln aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket unterstützt das BMU die Anpassung an den Klimawandel und verbessert das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den Einrichtungen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Trockene Sommer und Hitzewellen machen die Auswirkungen des Klimawandels auch in Deutschland spürbar. Kinder und Jugendliche leiden unter andauernden Hitzewellen, zum Beispiel, weil sie nur eingeschränkt draußen spielen können. Überhitzung, Sonnenbrand oder sogar Sonnenstich werden für sie immer öfter zur Gefahr. Extremwettereignisse wie Hitze sind für Kinder- und Jugendeinrichtungen eine enorme Herausforderung. Mit dem BMU-Förderprogramm will ich helfen, das nötige Wissen über die Folgen des Klimawandels zu vermitteln. Vorsorgemöglichkeiten und Optionen zur Risikominimierung sollen bekannter werden. Bereits erlebbare extreme Klimabelastungen in sozialen Einrichtungen wollen wir mit konkreten Maßnahmen abmildern. Markisen, schattige Pavillons auf den Außenflächen oder solargetriebene Rollläden können die Lage spürbar verbessern. Mit individueller Beratung und Konzepten für die Klimaanpassung bekommen soziale Einrichtungen zudem eine Unterstützung, die noch in vielen Jahren wirkt.“

Die bewilligten Vorhaben gehen an folgende Projekte:

  • Stadt Bamberg (Bayern): Entwicklung eines Anpassungskonzepts für die Jugendtreffs JUZ Margaretendamm, Ost (JO) und Gaustadt (GAUstart) der Stadt Bamberg;
  • Stadt Peine (Niedersachsen): Sommerlicher Hitzeschutz durch Errichtung eines schattenspendenden Pavillons mit Gründach in der Grundschule Stederdorf;
  • DRK Kreisverband Herford-Land e.V. (NRW): Entwicklung eines Anpassungskonzepts für sechs Kindertagesstätten im DRK-Kreisverband Herford-Land;
  • Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Lübeck e. V. (Schleswig-Holstein): Austausch der Markisen an der DRK-Kindertagesstätte Grashüpfer.

Das BMU-Förderprogramm richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 150 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung dienen zugleich häufig auch dem Klimaschutz, der Biodiversität, dem Speichern von Regenwasser, der Verbesserung der Luftqualität oder dem Lärmschutz. Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels tragen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Gesellschaft bei und mindern u. a. die Risiken für Gesundheit, Infrastruktur, Wirtschaft und mehr.

Die hohe Zahl der eingereichten Anträge, die Ende 2020 im ersten Förderfenster des neuen Programms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ eingereicht wurde, zeigt, dass die Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei Kommunen und Wohlfahrtsverbänden und sonstigen Trägern sozialer Einrichtungen bereits ein bedeutendes Thema ist. Innerhalb von sechs Wochen waren aus dem gesamten Bundesgebiet – trotz der hohen Belastungen durch die zweite Corona-Welle – rund 600 Anträge mit einem Fördervolumen von fast 100 Millionen Euro eingegangen. Derzeit prüft das BMU in Zusammenarbeit mit dem Projektträger, der ZUG gGmbH alle vorliegenden Anträge.

 

Weitere Informationen

Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen"


--

BMU-PM: Rita Schwarzelühr-Sutter überreicht Förderscheck ans Abenteuerland Hochrhein

----------------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg
und Bastian Zimmermann

 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmu.bund.de   Internet: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/bmu   Youtube: www.youtube.com/umweltministerium
----------------------------------------------------------------------------------

Pressedienst - Nr. 113/21
01. Juni 2021

 

Klimawandel

Rita Schwarzelühr-Sutter überreicht Förderscheck ans Abenteuerland Hochrhein

BMU-Förderprogramm unterstützt soziale Einrichtungen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Das Familienzentrum der Diakonie Hochrhein hat heute von der Parlamentarischen Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter einen Förderscheck über gut 95.500 Euro erhalten. Mit Hilfe der Fördermittel will das Mehrgenerationenhaus seine Außenanlagen besser vor Extremwetterereignissen schützen. Die Terrasse der Forschungsstation soll ein Glasdach zum Schutz vor Regen und Hitze bekommen. Außerdem soll eine neue Überdachung die Naturbühne bei jedem Wetter trocken halten. Die entsprechenden Fördermittel stammen aus dem Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“. Das BMU will mit den Geldern die Anpassung an den Klimawandel unterstützen sowie das Arbeitsumfeld der Beschäftigten und die Lebensqualität in den Einrichtungen verbessern.

Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: „In den vergangenen Sommern haben wir in Deutschland immer wieder lange Hitzewellen oder Starkregen erlebt. Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Kinder und Jugendliche bekommen das zu spüren, wenn Spielplätze und Lernorte wie das Abenteuerland Hochrhein bei Extremwetter nicht genutzt werden können. Gerade in Zeiten von Pandemie und Lockdown sind Angebote wichtig, damit Kinder und Jugendliche sich bewegen und Neues entdecken können. Mit dem Förderprogramm will das BMU soziale Einrichtungen bei Vorsorge und Anpassung an den Klimawandel unterstützen. Sie sollen auch das nötige Wissen und Finanzmittel bekommen, erlebbare Klimabelastungen mit konkreten Maßnahmen abzumildern, wie z.B. einem Glasdach, das vor Hitze und Regen schützt.“

Das Familienzentrum Hochrhein ist ein Mehrgenerationenhaus in Lauchringen, ein Bereich hiervon ist das Abenteuerland mit rund 2000 jungen Gästen pro Jahr. Ziel des Abenteuerlandes ist es Jung und Alt, Menschen mit oder ohne Behinderung einen öffentlichen Raum zur freien und ungezwungenen Entfaltung zu geben. Das ermöglicht, sich in naturnaher Umgebung zu begegnen. Die kostenlosen Angebote umfassen Klettern, Bauen, Natur-Beobachtungen, aber auch musisch-kulturelle Aktivitäten auf einer Theaterbühne und in einer Forschungsstation. Das Abenteuerland ist an seinem neuen Standort mangels Bäumen und Büschen der direkten Sonneneinstrahlung oder Starkregen ausgesetzt. Mit den Fördermitteln des BMU sollen die Theaterbühne und die Terrasse vor der Forschungsstation überdacht und geschützt werden. Häufig mussten in den vergangenen Jahren Veranstaltungen und Aktionen wegen Hitze oder Regen abgesagt werden, da es in der Nähe keine überdachte Ausweichmöglichkeit gibt.

Das BMU-Förderprogramm richtet sich bundesweit an Kommunen, gemeinnützige Vereinigungen sowie Organisationen und Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit 150 Millionen Euro fördert das Bundesumweltministerium bis 2023 individuelle Beratungen, umfassende Anpassungskonzepte und konkrete Maßnahmen, um sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen. Die Maßnahmen zur Klimaanpassung dienen zugleich dem Klimaschutz, der Biodiversität, dem Speichern von Regenwasser, der besseren Luftqualität oder dem Lärmschutz. Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels schaffen gleichwertigere Lebensverhältnisse und mindern Risiken für Gesundheit, Infrastruktur, Wirtschaft und mehr.

Die hohe Zahl der eingereichten Anträge, die Ende 2020 im ersten Förderfenster des neuen Programms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ eingereicht wurde, zeigt, dass das Thema bei Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und sonstigen Trägern sozialer Einrichtungen bereits angekommen ist. Innerhalb von sechs Wochen waren aus dem gesamten Bundesgebiet – trotz der hohen Belastungen durch die zweite Corona-Welle – rund 600 Anträge mit einem Fördervolumen von fast 100 Millionen Euro eingegangen. Derzeit prüft das BMU in Zusammenarbeit mit dem Projektträger ZUG gGmbH alle vorliegenden Anträge.

Weitere Informationen

Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen"


--

BMU-PM: Bundesumweltministerium startet neue Umsetzungsberatung für kommunalen Klimaschutz

----------------------------------------------------------------------------------
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstr. 128-130, 10117 Berlin
Redaktion: Regine Zylka (verantwortlich), Nikolai Fichtner,
Stephan Gabriel Haufe, Andreas Kübler, Astrid Scharf, Christopher Stolzenberg
und Bastian Zimmermann

 

Telefon: 030 18 305-2010
E-Mail: presse@bmu.bund.de   Internet: www.bmu.de/presse
Twitter: www.twitter.com/bmu   Youtube: www.youtube.com/umweltministerium
----------------------------------------------------------------------------------

Pressedienst - Nr. 112/21
01. Juni 2021

 

 

Klimaschutz/Kommunen

Bundesumweltministerium startet neue Umsetzungsberatung für kommunalen Klimaschutz

Beratungsangebot beim Förderprogramm „Kommunalrichtlinie“ wird ausgebaut

 

Das Bundesumweltministerium (BMU) baut sein Beratungsangebot zum kommunalen Klimaschutz aus. Dadurch können Klimaschutzmaßnahmen reibungsloser umgesetzt und schneller Erfolge erzielt werden. Bei der Umsetzungsberatung erhalten Kommunen und weitere Akteure Hilfestellung und individuelle Beratung bei Fragen rund um die Themen Projektmanagement, Vergabe und Verwaltungsorganisation. Im Rahmen des Förderprogramms „Kommunalrichtlinie“ der Nationalen Klimaschutzinitiative berät das BMU seit vielen Jahren intensiv zu Fördermöglichkeiten und zu Fragestellungen im Antragsprozess.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wirksamer Klimaschutz wird in Rathäusern, in Schulen, Kitas und Sportvereinen gelebt. Dieses Engagement ist trotz der Corona-Belastungen weiterhin groß. Deshalb bauen wir unser Beratungsangebot aus. Bei der Umsetzung eines geförderten Klimaschutzprojektes können unterschiedliche Herausforderungen auftreten. Es sind Vergabeverfahren durchzuführen, Planungsleistungen zu erbringen und Fristen einzuhalten. Ich freue mich, dass wir an dieser Stelle zukünftig noch mehr Unterstützung anbieten können. Unsere Ziele dabei sind mehr Klimaschutz und schnellere, spürbare Erfolge.“   

Damit Klimaschutzvorhaben nach erfolgreicher Bewilligung schnell in die Umsetzung gelangen, erhalten Projektnehmer im Rahmen der Kommunalrichtlinie zukünftig noch mehr Unterstützung. Das Angebot umfasst Einzelberatungen für die Umsetzung strategischer und investiver Vorhaben im kommunalen Klimaschutz sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln in Form vom Checklisten, Vorlagen oder Erfahrungsberichten. Darüber hinaus können Beratungen zu den Themen Vergabe, Verwaltungsorganisation, strategische Steuerung und Projektmanagement in Anspruch genommen werden.

Mit der Kommunalrichtlinie fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 vielfältige Klimaschutzmaßnahmen, beispielsweise in den Bereichen Radverkehrsinfrastruktur, Abfall, Abwasser und Trinkwasser oder Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen. Gefördert werden auch strategische Maßnahmen wie die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und der Einsatz von Klimaschutzmanagerinnen und –managern in Kommunalverwaltungen.

Die Umsetzungsberatung bettet sich in das bestehende Unterstützungsangebot im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ein. Beratungsmöglichkeiten bestehen bereits zu allgemeinen Fragen rund um den kommunalen Klimaschutz, zu Fördermitteln und zur Antragstellung im Rahmen des Förderprogramms Kommunalrichtlinie. Im Zuge des Corona-Konjunkturprogramms gelten in diesem Förderprogramm bis zum 31.12.2021 erhöhte Förderquoten sowie die zeitweise Absenkung des zu erbringenden Mindesteigenanteils. Finanzschwache Kommunen werden z. T. von der Pflicht zur Erbringung eines Eigenanteils befreit, in einigen Fällen wird eine Vollfinanzierung möglich. Anträge können ganzjährig gestellt werden.

Fragen zur Umsetzung von Klimaschutzvorhaben im Rahmen der Kommunalrichtlinie nimmt die Partnerschaft Deutschland (PD) per Telefon unter 030 257679 471 oder per E-Mail an ub-klima@pd-g.de entgegen.

Die PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH ist ein Inhouse-Beratungsunternehmen der öffentlichen Hand und bietet umfassende projektbezogene Beratungs- und Managementleistungen für Bund, Länder, Kommunen und sonstige öffentliche Auftraggeber zu allen Fragestellungen moderner Verwaltung und Investitionsvorhaben an. Schwerpunktmäßig berät die PD bei Strategie-, Organisations- und Investitionsvorhaben, unterstützt beim Management von Großprojekten und der Steuerung von Vergabeverfahren. Die PD liegt zu 100 % in den Händen öffentlicher Gesellschafter.

Weitere Informationen

https://www.klimaschutz.de/beratung

 

 

 

 


--

Rätsel Nr 1

Es wurde mal ein Rätsel gestellt, mit einem Anhänger, der ohne Auto auf der Waage steht.
Da  hätte ich gern den anderen Fall, wenn die Ladung nicht hinten, sondern um den selben Wert vor der Achse auf dem Anhänger liegt.